Taxis, Restaurants und kostenloses Essen

Die Leistungsschutzrecht-Metapher von Mario Sixtus aka Elektrischer Reporter ist derzeit in aller Munde. Sixtus sagt: „Mit der gleichen Logik könnte ein Restaurantbesitzer von Taxifahrern Geld verlangen, die ihm Gäste bringen.“ Eine gute Metapher! Presseverlage wollen Geld dafür, dass Google oder Bing oder jede andere Suchmaschine auf ihre Angebote verweisen. Absurd, oder? Man (Presseverlage) verlangt eine Maut für eine Infrastruktur, die man nicht selbst geschaffen hat.

Man muss die Sixtus’sche Metapher  nur um einen Nachsatz erweitern, um das ganze Trauerspiel ad absurdum zu führen: …, die kostenlos dinieren!

Mit der gleichen Logik könnte ein Restaurantbesitzer von Taxifahrern Geld verlangen, die ihm Gäste bringen, die kostenlos dinieren.

Ein Großteil der Presseverlage stellt sein Angebot kostenlos ins Netz. Suchmaschinen wie Google, Bing und Aggregatoren wie Rivva leiten uns mittels kleinen Ausschnitten zum eigentlichen (kostenlosen) Angebot. Kostenlos, das ist hier das Stichwort. Und jetzt will der Verlag Geld von einem Unternehmen, das ihnen Traffic, also Leser beschert? Hey, ich habe gekocht, kommt alle vorbei zum Essen, ihr müsst nichts bezahlen, aber euren Fahrer, den kassiere ich ab.

Apropos essen, man kann gar nicht so viel fressen wie man kotzen sollte. Liebe Verleger, anstatt staatlich organisierte Einnahmen zu verlangen, solltet ihr anfangen, ein anständiges Geschäftsmodell zu entwickeln und dieses monetarisieren.

Zu dem ganzen Thema passt auch mein Blogpost aus dem Jahr 2010.

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